Einmal fast rum

Da ich nicht noch einen weiteren Tag wandern wollte, sondern lieber die Küste der Insel erkunden, bin ich heute Morgen mit dem Bus von meiner Unterkunft aus, die ganz im Norden liegt, einmal fast um die Insel rumgefahren, über den Osten und den Süden bis in den Südwesten. Der Westen der Insel ist nämlich für die Durchfahrt gesperrt, weil sich dort ein Naturschutzgebiet befindet. Und die einzige Straße die alle Orte verbindet, geht direkt an der Küste lang. Die Fahrt in dem klapprigen Bus dauert circa eindreiviertel Stunden bis zu Endhaltestelle am großen Wasserfall. Dort hatte man dann 30 Minuten Zeit bevor der Bus wieder die gleiche Strecke zurück fuhr. Der Wasserfall war 10 Minuten von der Bushaltestelle entfernt, also man hatte ein paar Minuten Zeit, um Fotos zu schießen und den Anblick zu genießen. Immer wieder war man auf der Fahrt schon ziemlich nah an das Meer heran gekommen mit spektakulären Ausblicken auf den Pazifik. Auch wachsen im Süden der Insel noch mehr subtropische Pflanzen wie Bananen, Papaya, Palmen, Hibiskus und andere Exoten, die ich nur aus Wohnzimmern kenne. Ich hatte mich vorher entschieden, auf halben Weg zurück am botanischen Forschungsinstitut auszusteigen. Eine Haltestelle davor gab es noch einen weiteren Wasserfall zu sehen, der direkt in den türkis blauen Pazifik stürzt. Das botanische Forschungsinstitut hatte ein paar Gewächshäuser und einen schönen Garten, in dem man vor allen die hier wachsenden Nutzpflanzen betrachten konnte, es gab Bananen, Ananas, Mangos, Lychees und einige mehr. Außerdem gab es zwei Aussichtsplattform mit Blick auf die Berge und noch mal den zuvor betrachteten Wasserfall. Nach knapp 1 Stunde war ich durch den Garten geschlendert, und als ich durch das Eingangsgebäude wieder hinaus gehen wollte, hat mich die nette alte Dame dort auf. Es gab nämlich noch für mein Eintrittsgeld eine Kostprobe verschiedene Früchte. Und so durfte ich jeweils einen Bissen Aloe Vera, Papaya, Ananas, Drachenfrucht, und zwei mir unbekannte Fruchtsorten, die Frucht der Monstera und eine Frucht namens Feijoa probieren. Ich frage mich wirklich, wie dies alles hier immer finanziert wird, denn ich war die einzige dort.

Da ich noch 1 Stunde Zeit hatte bis der nächste Bus fuhr, habe ich versucht noch mal direkt ans Meer ran zu kommen. Die Küste ist hier überwiegend Steilküste, nur zwischendrin hat man kleine zugängliche Abschnitte. Auf der Karte sah so aus, als ob es im nahgelegenen Ort so einen geben könnte. Nach 10 Minuten gehen erreichte ich auch dann die Küste. Zwar kam ich direkt ans Wasser ran, aber circa 50 m ins Meer hinein waren große Wälle aus Beton gebaut worden. Ich denke, diese sollen vor einem möglichen zu Tsunami schützen. Ich sah auch immer wieder auf meinem Weg aus dem Bus Schilder, die angaben, wie hoch man über dem Meeresspiegel ist, damit man sich in dem Fall eines Tsunamis retten kann.

Mit dem nächsten Bus ging es dann wieder Richtung Unterkunft zurück und dahinter noch circa weitere 40 Minuten Fahrt zu einem wunderschönen Strand, der im Westen liegt. Ich hatte daher schon die Hoffnung, dass dort ein besonders schönes Abendlicht sein sollte, und so war’s auch. Eingerahmt von felsiger Küste gab es einen mehrere 100 m langen Strand Abschnitt, an dem die Wellen des Pazifik sich rauschend brauchen. Auch hier hatte ich leider nur eine halbe Stunde Zeit, bis der letzte Bus des Tages wieder zurück fuhr. Also habe ich noch ein paar Fotos gemacht, den Anblick genossen, und mich schon mal im Geiste von der Insel verabschiedet, denn morgen geht es zurück. Auf der Rückfahrt hatten wir ja auch auf der Hinfahrt traumhafte Ausblicke auf die Steilküste und Das Meer, und am Straßenrand sahen wir zwei Affen. Nun gab es aber den traumhaft schönen Sonnenuntergang zu sehen, der alles Orange und rosa färbte. Fast zu schön, um wahr zu sein, dann ging auch noch über dem Meer ein dicker gelber Vollmond auf.

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