Im Eierkocher

Nun ist er da, der letzte Abend in Japan. Ich habe ihn so verbracht wie ich vor vier Jahren den ersten Abend auf meiner ersten Japanreise verbracht habe. Ich war im Nacht und Shoppingviertel von Osaka das überquillt mit Menschen, Geschäften, Neonreklamen, Restaurants und kneipen. Es war seltsam, wieder da zu sein, da ich mich noch gut an dieses überwältigte Gefühl vor vier Jahren erinnern kann, auf einem fremden Planeten gelandet zu sein. Heute ist mir Japan vielleicht ein wenig vertrauter, aber das überwältigte Gefühl bleibt zum Glück.

Meinen zweiten Tag in Beppu habe ich im Onsen Ebisu verbracht. Morgens bin ich mit dem Bus hoch in die Hügel gefahren am Rand der Stadt, wo ich in der Touristen Informationen erfahren habe, dass dort ein besonders schöner unten sein soll. Von außen eher unscheinbar, erwartete mich in drin eine erschrockener Japanern. Hier tauchen wohl nicht zu oft Ausländer auf. Mithilfe des Google Translators ich dann den Eintritt bezahlt, und noch Handtücher und Bekleidung ausgeliehen. Dann ging es zum umziehen beziehungsweise ausziehen und dann nach draußen, wo sich die verschiedenen Becken mit dem Thermalwasser befanden. Die Quelle hier war besonders schwefelhaltig. Das Wasser war wirklich trüb und Weiß mit einem blauen Schimmer. Am Rand des Beckens, der aus großen runden Steinen bestand, hatten sich die Mineralien abgesetzt. Ich stieg hinein und genoss das heiße Wasser in dem man es gut aushalten konnte. Weniger angenehm war der Schwefelgeruch, der ungefähr so riecht wie ein altes gekochtes Ei. Aber es war nicht so schlimm wie erwartet beziehungsweise in der Touristen Information angekündigt. Neben diesem Becken gab es noch ein zweites mit dem gleichen Wasser. Außerdem eine Art Whirlpool, drei Kübel mit anderen Thermalwasser in die man sich setzen konnte, sowie ein Raum mit Saunakabinen. Das waren kleine Kabinen die man sich hinein setzen konnte dann schloss man die Türen vor sich, und oben schaute der Kopf heraus. Von unten aus dem Boden strömte warme Dampf, der mit Kräutern versetzt war. Um mich herum waren die Grünen Hügel und der blaue Himmel, es war angenehm kühl, so dass man auch nicht zu sehr ins schwitzen kam. So hatte ich mir das vorgestellt. Zwischendrin kam immer wieder Japanerinnen rein, denn an diesem Tag war das Gelände außen nur für Frauen reserviert. Ich bin ungefähr dort 2 Stunden geblieben und war herrlich entspannt. Zwischendrin habe ich mir die ausgeliehene Kleidung, eine Art Pyjama angezogen und bin in den Ruhebereich gegangen. Nach circa 2 Stunden hat es mir dann gereicht ich hab mich angezogen Und habe in dem kleinen Café, dass an den online angeschlossen ist, noch was getrunken und einen im Dampf gekochten Pudding mit schwarzem Sesam gegessen. Leider gab es auch sehr schöne kleine Töpfer Sachen zu kaufen, denen ich nicht so ganz widerstehen konnte.

Nachdem ich im Unsinn war bin ich zurück zu meiner Unterkunft gefahren, um mich ein wenig zu entspannen und meine Koffer zu packen. Am nächsten Morgen ging es zunächst, nach der See herzlichen Verabschiedung in meiner Unterkunft. Mit dem Regionalzug weiter und dann noch mal Gut 2 Stunden mit dem Shinkansen nach Osaka. Dort haben mich dann erst mal die Menschenmassen, die alle anscheinend auf Shoppingtour waren, etwas Überfordert. Das hier ist doch etwas ganz anderes als das viele ruhigere Kyushu. Mit etwas nachfragen habe ich meinen Weg zu der Bahn gefunden, die mich das letzte Stück zu meinem hostile bringen sollte. Dieses ist sehr schön gelegen, da am Bahnhof aber in einer ruhigeren Seitenstraße mit kleinen Restaurants.

Heute habe ich dann noch einen Ausflug nach Kobe gemacht. Zu Fuß ging es zunächst einen Berg am Rand von Kobe hoch, vorbei an mehreren schönen Wasserfällen. Man hätte auch den ganzen Berg mit der Seilbahn hochfahren können, aber es war auch schön, einen Teil der Strecke zu Fuß zu laufen. Auf halber Höhe allerdings habe ich dann doch die Seilbahn bis hoch zum Gipfel genommen. Oben befand sich eine Art winziges deutsches Dorf (Herb Gardens) mit einem Restaurant, in dem man Curry Wurst und Glühwein kaufen konnte, es gab ein paar Souvenirläden, eine Konzerthalle sowie einen Rosengarten. Die Gebäude sollten wohl an deutsche Fachwerkhäuser erinnern. Nach einer Weile habe ich dann wieder die Seilbahn nach ganz unten genommen. Leider mit einer kleinen Unterbrechung, den an einer Stelle hat die Seilbahn an,, vermutlich weil jemand Probleme beim ein oder aussteigen gehabt. ganz toll für jemanden mit Höhen Angst… Unten angekommen habe ich dann den Zug zurück nach Osaka genommen und bin von dort aus in das Nachtviertel gefahren, um mich dort noch etwas durch die Straßen und Einkaufsmeilen treiben zu lassen. Nun heißt es endgültig Koffer packen.

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